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Rückblick Mitgliederversammlung 2016

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02. März 2016
Schloßhofsaal Mickhausen

 

Rückblick Mitgliederversammlung 2016

Bericht von Herrn Dr. Michael Ammich

Einer Umfrage zufolge sind nur 15% der deutschen Arbeitnehmer mit ihrem Arbeitgeber, in den Maschinenringen jedoch satte 93% der Mitarbeiter mit ihrem Unternehmen zufrieden. Die große Zufriedenheit sollte sich denn auch bei den Mitgliedern des landwirtschaftlichen Dienstleisters wiederspiegeln. Auf der Jahresversammlung des Maschinenrings Schwabmünchen führte der Geschäftsführer der Maschinenringe Deutschland GmbH, Erwin Ballis, gute Gründe an, warum die Landwirte auf die Kompetenz und Leistungsfähigkeit ihrer Ringe vertrauen können.

Zuvor erinnerten der Ringvorsitzende Martin Mayr und der Leiter des AELF Augsburg, Wolfgang Sailer, an die aktuell schwierige wirtschaftiche und gesellschaftliche Situation der heimischen Landwirtschaft. Die Bäuerinnen und Bauern benötigten nicht nur gute Märkte, sagte Sailer. Ebenso angewiesen seien sie auf die Akzeptanz der Verbraucher, damit diese bereit sind, beim Einkauf von Lebensmitteln faire Preise zu bezahlen. Die Maschinenringe wiederum könnten den Landwirten helfen, ihre Felder so zu bewirtschaften, dass sie damit den Ansprüchen der Bevölkerung gerecht werden. „Es bleibt also zu hoffen, dass die Durststrecke nicht allzu lange dauert“, beschloss Sailer sein Grußwort.

Der Geschäftsführer des Schwabmünchener Rings, Joachim Weldishofer, legte den Mitgliedern auf der Jahresversammlung in Mickhausen die Kennzahlen aus dem vergangenen Jahr vor. Demnach erzielte der Ring einen Gesamtverrechnungswert von 3.482.553 €. Das entspricht einem Verrechnungswert von 113,70 € pro Hektar Mitgliederfläche. Auf den Bereich Futterbau und Strohernte entfielen rund 1,2 Mio €, auf die Körnerernte 700.000 €, auf Schlepper und Transport 430.000 € und auf die organische Düngung 360.000 €. Abgerechnet wurden insgesamt 9652 Belege.

Derzeit sind dem Maschinenring Schwabmünchen 895 Mitglieder angeschlossen. Diese können sich auf ihren Ring verlassen, wenn Not am Mann ist, wie die Zahlen aus der Betriebshilfe zeigen. Laut Weldishofer wurden 2015 insgesamt 29.414 Einsatzstunden im Rahmen der Betriebshilfe geleistet. Davon entfielen 20.501 Stunden auf den sozialen und 8.913 Stunden auf den wirtschaftichen Bereich.

Über die MR Schwaben GmbH, einer Tochtergesellschaft der Maschinenringe Schwabmünchen und Memmingen, konnten sich die Landwirte der Region ein stattliches Zusatzeinkommen erwirtschaften. Im vergangenen Jahr belief sich der Umsatz der GmbH auf ca. 2,9 Mio €, von denen ca. 2,1 Mio € an die Landwirte ausbezahlt wurden. 230.000 € erwirtschaftete die GmbH mit der Baum- und Gehölzpflege, 640.000 € mit der Grünflächenpflege und weitere 910.000 € über den Winterdienst. Seit einem Jahr wartet die MR Schwaben GmbH mit einem zusätzlichen Dienstleistungsangebot für die Kommunen auf: Baumkontrolle, Baumkataster und Baumpflege. Darüberhinaus wurde eine leistungsfähige Kehrmaschine gekauft, noch in der Testphase befindet sich das Angebot der Spielplatzprüfung. Gerne in Anspruch genommen wird von den Landwirten die gemeinsame Diesel- und Heizölbestellung über die MR Schwaben. 2015 wurden auf diese Weise im Bereich der Niederlassung Augsburg 2.000.000 Liter Diesel und 480.000 Liter Heizöl bestellt, was gegenüber dem Kauf an Tankstellen eine Ersparnis von 194.000 € brachte.

Nach dem Geschäftsbericht stand ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung: Die Abstimmung über eine Satzungsänderung, die statt des bisherigen Namens „Maschinenring Schwabmünchen“ den neuen Namen „Maschinenring Augsburg“ vorsah. Nachdem sich bereits der Vereinsausschuss einstimmig für den Namenswechsel ausgesprochen hatte, stimmten jetzt auch die Mitglieder ohne große Diskussion und ebenfalls ohne Gegenstimme der Satzungsänderung zu.

In seinem Vortrag beschrieb Erwin Ballis, was die Maschinenringe als bäuerliche Dienstleister so erfolgreich gemacht hat. Ausgangspunkt seiner Überlegungen waren die bäuerliche Familie und ihr Betrieb. Für beides müssten immer wieder neue Ziele entwickelt und mit einer tragfähigen Strategie verfolgt werden, sagte Ballis – und sei es nur bei der Urlaubsplanung. Wie beim Menschen gebe es auch im Unternehmen drei Lebensphasen: Wachstum, Stagnation und schließlich Tod. Die erste Phase, also das Wachstum, müsse möglichst intensiv genutzt werden. Dabei seien viele Fragen abzuklären: Was will ich mit meinem Betrieb erreichen? Wieviel Zeit will ich für die Familie ansetzen? Wie hoch soll der Gewinn sein? In diesem Spannungsfeld gelte es die Balance zwischen Familie und Betrieb herzustellen und zu halten.

Bei der Strategie, mit der die Ziele erreicht werden sollen, darf allerdings nicht außer Acht gelassen werden, dass die Menschen unterschiedliche Begabungen und Fähigkeiten mitbringen. „Wir alle erledigen unsere Aufgaben besser, wenn wir von ihnen überzeugt sind“, betonte Ballis. Voraussetzung für die Überzeugungskraft eines gemeinsamen Projekts sei wiederum eine gemeinsame Wertebasis. Diese könne beispielsweise auf den Tugenden der Ehrlichkeit, der Pünktlichkeit, des nachsichtigen Umgangs mit Fehlern und der Dialogfähigkeit beruhen. „Eine gemeinsame Wertebasis erleichtert die Zusammenarbeit und das gegenseitige Vertrauen.“ Je größer das Vertrauen, desto schneller kann ein Betrieb erfolgreich werden. Dabei spielt der Betriebsleiter eine entscheidende Rolle. Hat er Vertrauen in seine Mitarbeiter und seine Familie, wird er nicht jede noch so kleine Arbeit selbst erledigen, sondern den Betrieb „dirigieren“. Das bedeutet auf die Kompetenz anderer zu vertrauen, die manche Aufgaben besser erledigen können als er selbst.

Und wenn einmal die Ziele für ein bäuerliches Familienunternehmen feststehen, dann kommt der Maschinenring ins Spiel, sagte Ballis. Über das Dienstleistungsunternehmen könnten die Landwirte besonders in Phasen des Preisdrucks, des harten Wettbewerbs und der großen Arbeitsbelastung gemeinsam viel bewegen, Lasten verteilen, eine moderne und schlagkräftige Technik nutzen  und von gemeinsamen Erfahrungen profitieren. So kommt es nicht von ungefähr, dass die Maschinenringe in einer Umfrage unter Landwirten zum besten Dienstleister rund um die Agrarbranche gekürt wurden.

Vorrangige Ziele der Maschinenringe sind die Freisetzung von Zeit für die Familie, die Mehrung des Gewinns, die Entlastung von Arbeit und die Möglichkeit, ein Zusatzeinkommen zu generieren, erklärte Ballis. Die Zahlen sprechen für sich: In der Bundesrepublik gibt es heute 260 Maschinenringe mit rund 200.000 Mitgliedsbetrieben und einem Gesamtumsatz von 1,3 Mrd €.

 

 

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